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Ernst Vettori: Vom Olympiasieger zur Skisprunglegende – Karriere, Familie und Vermächtnis

Wenn man über die erfolgreichsten österreichischen Wintersportler spricht, fällt früher oder später ein Name fast automatisch: Ernst Vettori. Für viele Fans des Skispringens ist er eine prägende Figur der 1980er und frühen 1990er Jahre – einer jener Athleten, die das Skispringen in Österreich nicht nur durch sportliche Erfolge, sondern auch durch ihre Persönlichkeit nachhaltig beeinflusst haben. Doch wer ist Ernst Vettori, wie verlief seine Karriere, welches Privatleben führt er und welche besondere Verbindung hatte er zu Martin Höllwarth? Dieser ausführliche Artikel beantwortet all diese Fragen und zeichnet ein vollständiges Porträt des Ausnahmeathleten.

Wer ist Ernst Vettori? – Ein Überblick über Leben und Persönlichkeit

Ernst Vettori wurde am 25. Juni 1964 in Hall in Tirol geboren und wuchs in einer Sportbegeisterten Umgebung auf. Schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für das Skispringen, und rasch wurde deutlich, dass er außergewöhnliches Talent besaß. Mit gerade einmal 16 Jahren debütierte er im Weltcup – ein Alter, in dem viele Athleten noch in Nachwuchskategorien aktiv sind.

Vettori gilt bis heute als ruhiger, analytischer und konzentrierter Athlet. Seine mentale Stärke war immer eine seiner größten Waffen. Während viele Sportler den enormen Druck an der Spitze spürten, blieb er auch in hochdramatischen Wettkämpfen bemerkenswert gelassen. Dadurch gelang es ihm, immer wieder Höchstleistungen abzurufen, wenn es wirklich darauf ankam.

Ernst Vettori Alter – Die Lebensstationen eines Champions

Mit seinem Geburtsjahr 1964 ist Ernst Vettori heute ein gestandener Mann, der nach seiner aktiven Karriere immer eng mit dem nordischen Skisport verbunden blieb. Seine sportliche Laufbahn dauerte von 1981 bis 1994, also über ein Jahrzehnt auf allerhöchstem Niveau. In dieser Zeit gewann er:

  • 15 Weltcup-Einzelspringen,
  • zweimal die Vierschanzentournee (1985/86 und 1986/87),
  • Olympisches Gold und Silber 1992 in Albertville,
  • sowie mehrere Medaillen bei Weltmeisterschaften.

Doch sein Leben nach dem Sport beweist, dass seine Geschichte weit über die Schanzen der Welt hinausgeht.

Sportliche Karriere – Vom Nachwuchstalent zur Skisprung-Ikone

Frühe Jahre und Aufstieg

Ernst Vettori wurde in einer Ära groß, in der das Skispringen einen Wandel erlebte. Technische Neuerungen, neue Trainingsmethoden und ein wachsender internationaler Wettbewerb prägten die Zeit. Bereits Ende der 1970er und Anfang der 1980er galt der junge Tiroler als Hoffnungsträger des österreichischen Verbands.

1981 gelang ihm der Durchbruch im Weltcup. Schon bald zeigte er, dass er nicht nur mithalten, sondern dominieren konnte.

Triumphe bei der Vierschanzentournee

Sein Name ist untrennbar mit der Vierschanzentournee verbunden. Zweimal hintereinander – 1986 und 1987 – entschied er das prestigeträchtige Turnier für sich. Damit gesellt er sich zu jener kleinen Gruppe von Athleten, die dieses Kunststück vollbrachten.

Diese Siege machten Vettori spätestens zu einem der ganz großen Springer seiner Zeit.

Olympisches Gold 1992 – Der Höhepunkt einer Karriere

Der 9. Februar 1992 bleibt für viele österreichische Wintersportfans unvergessen:
Ernst Vettori holte bei den Olympischen Spielen in Albertville Gold auf der Normalschanze.

Sein technisch perfekter Sprung, seine Souveränität in der Luft und die präzise Landung machten ihn zum Olympiasieger. Zusätzlich gewann er Silber mit dem österreichischen Team, womit diese Spiele zu den erfolgreichsten seines Lebens wurden.

Weltmeisterschaften und weitere Erfolge

Im Laufe seiner Karriere gewann Vettori insgesamt fünf WM-Medaillen, darunter:

  • 1 × Gold
  • 1 × Silber
  • 3 × Bronze

Auch beim Holmenkollen-Festival – einem der traditionsreichsten Wettbewerbe des Skispringens – triumphierte er zweimal und wurde 1991 mit der Holmenkollen-Medaille, einer der höchsten Auszeichnungen des nordischen Sports, geehrt.

Ernst Vettori und Martin Höllwarth – Zwei Stars einer goldenen Ära

Martin Höllwarth
Martin Höllwarth

Die Verbindung zwischen Ernst Vettori und Martin Höllwarth gehört zu den spannendsten Kapiteln der österreichischen Skisprunggeschichte. Beide prägten gemeinsam die frühen 1990er Jahre und standen oft zusammen auf dem Podest.

1992 – Ein legendäres Jahr für beide

Bei den Olympischen Spielen in Albertville schrieben die beiden Sportgeschichte:

  • Ernst Vettori gewann Gold im Einzelspringen,
  • Martin Höllwarth gewann Silber im selben Bewerb,

im Team holten beide gemeinsam Silber für Österreich.

Damit war 1992 ein Höhepunkt nicht nur für Vettori, sondern für das gesamte österreichische Skispringen.

Sportliche Ergänzung statt Rivalität

Obwohl beide zu den besten Springern ihrer Generation gehörten, war ihr Verhältnis von gegenseitigem Respekt geprägt. Vettori war der erfahrenere Athlet, Höllwarth der junge, aufstrebende Star. Viele Experten sahen sie als „perfektes Duo“, das den österreichischen Skisprung zu neuer Stärke führte.

Privatleben – Ernst Vettori Frau, Hochzeit und Familie

Abseits der sportlichen Bühne führte Ernst Vettori stets ein eher zurückgezogenes Privatleben. Dennoch sind einige zentrale Aspekte seiner Familie bekannt.

Ernst Vettoris Frau – Sieglinde Winkler

Vettori ist verheiratet mit der ehemaligen österreichischen Skirennläuferin Sieglinde Winkler. Die Verbindung zweier Wintersportler überrascht kaum – beide kennen die Herausforderungen, den Druck und den Rhythmus des Profisports. Diese gemeinsame Basis wird oft als ein stabiler Faktor in ihrer Beziehung beschrieben.

Ernst Vettori Hochzeit

Über das genaue Datum seiner Hochzeit ist öffentlich wenig bekannt, was daran liegt, dass Vettori sein Privatleben bewusst schützt. Klar ist jedoch, dass die Ehe schon seit vielen Jahren besteht und dass das Paar stets eine sportlich geprägte, aber bodenständige Partnerschaft pflegt.

Kinder

Die Familie hat zwei Kinder:

  • Nils, der selbst im nordischen Kombinationssport aktiv war.
  • Marion, die sich als Sprungrichterin im Skiverband engagiert.

Damit wird die sportliche Tradition der Familie Vettori weitergeführt.

Karriere nach dem Sport – Vom Athleten zum Sportdirektor

Auch nach seinem Rücktritt blieb Vettori dem Wintersport treu. Von 1995 bis 1999 arbeitete er als TV-Kommentator bei Eurosport und wurde wegen seiner Expertise sehr geschätzt.

Später wechselte er in den Österreichischen Skiverband (ÖSV) und wurde Sportdirektor für den nordischen Bereich. Diese Position hatte er bis 2018 inne. Während seiner Amtszeit feierten die österreichischen nordischen Sportarten zahlreiche Erfolge.

Vettoris Bedeutung für den österreichischen Sport

Ernst Vettori gilt nicht nur als erfolgreicher Athlet, sondern auch als Mentor, Funktionär und Persönlichkeit, die den Sport langfristig prägte. Viele der späteren österreichischen Erfolge – etwa in der Ära Morgenstern/Schlierenzauer – führen Experten auch auf die Strukturen zurück, die Vettori mitaufgebaut hat.

Er steht für:

  • Professionalität
  • sportliche Kontinuität
  • unaufgeregte, aber effiziente Führungsarbeit
  • Loyalität gegenüber dem österreichischen Sport

Sein Vermächtnis reicht daher weit über seine eigenen Medaillen hinaus.

Fazit – Warum Ernst Vettori bis heute eine Ikone ist

Ob als aktiver Sportler, Olympiasieger, Doppel-Tourneesieger, Funktionär oder Kommentator: Ernst Vettori hat den österreichischen Skisport über Jahrzehnte geprägt. Seine Verbindung zu Martin Höllwarth, seine legendären Siege und seine spätere Arbeit im Verband machen ihn zu einer der zentralen Figuren der Wintersportgeschichte.

Seine sportlichen Erfolge, seine Bescheidenheit und sein Einfluss hinter den Kulissen sorgen dafür, dass sein Name auch heute – viele Jahre nach seinem Karriereende – mit größtem Respekt ausgesprochen wird.

Dieser Artikel erscheint auf dem österreichischen Blog Nachrichten Themen.

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