Martin Höllwarth – Aufstieg, Erfolge, Rückschläge und das Leben heute
Martin Höllwarth ist einer der bedeutendsten österreichischen Skispringer der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Mit drei olympischen Silbermedaillen, zahlreichen Weltcup-Erfolgen und einer Karriere, die ebenso glanzvoll wie dramatisch war, zählt er zu den prägenden Figuren im internationalen Skisprung. Doch wer ist Martin Höllwarth eigentlich? Wie verlief seine Karriere? Was geschah beim viel diskutierten Martin-Höllwarth-Unfall? Und was macht der Tiroler heute? Dieser Artikel gibt einen tiefen Einblick in das Leben eines der bekanntesten Sportler Österreichs und beleuchtet sowohl seine sportlichen Erfolge als auch die weniger bekannten privaten Aspekte.
Wer ist Martin Höllwarth?
Geboren am 13. April 1974 in Schwaz, Tirol, wuchs Martin Höllwarth in einer Region auf, in der Wintersport Tradition hat. Bereits als Kind zeigte sich sein Talent für das Skispringen – ein Sport, der Mut, Technik, Leichtigkeit und ein außergewöhnliches Körpergefühl erfordert. Früh wurde er Teil des österreichischen Skisprungsystems, das seit Jahrzehnten internationale Stars hervorbringt.
Mit seinem Einstieg in den Weltcup Anfang der 1990er-Jahre begann eine beeindruckende Karriere: Höllwarth gewann insgesamt acht Einzel-Weltcups, holte drei olympische Silbermedaillen 1992, eine Bronzemedaille 1998, dazu mehrere Weltmeisterschaftsmedaillen und war Teil jener österreichischen Skisprunggeneration, die die Nation zu einer der führenden Skisprungmächte machte.
Der sportliche Durchbruch und die Karrierehöhepunkte
Als 17-Jähriger sorgte Höllwarth bereits für Furore: Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gewann er gleich drei Silbermedaillen – ein unglaublicher Erfolg für einen Athleten in diesem Alter. Dadurch wurde er quasi über Nacht zu einem der bekanntesten Wintersportler des Landes.
In den folgenden Jahren etablierte sich Martin Höllwarth als konstant starker Springer im Weltcupzirkus. Besonders in den frühen 2000ern lieferte er seine stärksten Saisons ab. Zwei seiner größten Stärken waren seine hervorragende Flughaltung und die Fähigkeit, besonders auf großen Schanzen herausragende Ergebnisse zu erzielen.
Bei der Skiflug-WM in Oberstdorf 1998 gewann er Bronze, und 2005 erreichte er eine persönliche Bestweite von 222,5 Metern in Planica – einer der legendärsten Schanzen der Welt. Bis heute zählt dieser Sprung zu seinen eindrucksvollsten Leistungen.
Martin Höllwarth und der tragische Unfall – „martin höllwarth unfall“
Ein einschneidendes Erlebnis in seiner Karriere war der tragische Autounfall am 4. Februar 2001. Nach einem Weltcupspringen in Willingen geriet das Auto, in dem Höllwarth gemeinsam mit Nationaltrainer Alois Lipburger und Andreas Widhölzl saß, auf einer vereisten Stelle ins Schleudern.
Der Unfall endete verheerend:
- Alois Lipburger, ein hochgeschätzter Trainer, kam dabei ums Leben.
- Martin Höllwarth und Andreas Widhölzl überlebten mit leichten Verletzungen.
Für Höllwarth war dies ein Schock, der weit über körperliche Blessuren hinausging. Obwohl ein Gutachten später feststellte, dass der Unfall durch niedrigere Geschwindigkeit möglicherweise vermeidbar gewesen wäre, wurde kein Gerichtsverfahren eröffnet. Höllwarth musste dennoch mental mit der Tragödie umgehen – eine Last, die ihn auch in den folgenden Jahren begleitete.
Trotz des emotionalen Einschnitts kehrte er in den Weltcup zurück und gewann anschließend noch wichtige Medaillen. Viele bewundern ihn dafür, dass er nach einem solchen Ereignis wieder zu alter Stärke fand.
Beziehung zu Ernst Vettori – „Martin Höllwarth und Ernst Vettori“

Ernst Vettori, Skisprunglegende und Olympiasieger von 1992, war einer der prägenden Namen im österreichischen Team, als Höllwarth seine Karriere begann. Während Vettori bereits auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn war, stieg Höllwarth in diese Welt des Spitzensports ein.
Die beiden verband vor allem die Zugehörigkeit zur erfolgreichsten österreichischen Skisprungära jener Zeit. Während Vettori den Weg ebnete, gehörte Höllwarth zu jener jungen Generation, die die großen österreichischen Skisprungtraditionen fortführte. In Medienberichten gelten sie als zwei Athleten, die gemeinsam unterschiedliche Skisprunggenerationen repräsentieren, auch wenn öffentlich kaum Details über eine besondere private Beziehung existieren.
Privatleben: Ehefrau, Familie und „Martin Höllwarth Haus“
Öffentlich bekannt ist, dass Martin Höllwarth seit 2001 verheiratet ist und drei Kinder hat. Seine Familie spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben. Er ist dafür bekannt, seinen privaten Bereich weitgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten.
Viele Suchanfragen drehen sich um das Thema „Martin Höllwarth Haus“, doch hierzu gibt es keine verifizierten Berichte. Bestätigt ist lediglich, dass er mehrere Jahre in Telfs lebte und regional stark verwurzelt ist. Informationen über ein spezielles Anwesen oder einen öffentlich bekannten Wohnort sind nicht dokumentiert – was in Österreichs Sportlandschaft nicht unüblich ist, da viele ehemaligen Profis ein zurückgezogenes Leben bevorzugen.
Was macht Martin Höllwarth heute? – „martin höllwarth heute“
Nach seinem Karriereende im Jahr 2008 blieb Höllwarth dem Sport zunächst als Trainer erhalten. So arbeitete er unter anderem von 2008–2009 als Cheftrainer des estnischen Skisprungteams. Die Zusammenarbeit endete allerdings aufgrund finanzieller Probleme des Verbandes sowie mangelnder sportlicher Erfolge.
Seitdem ist es deutlich ruhiger um ihn geworden. Höllwarth lebt weitgehend privat und tritt nur gelegentlich bei Skisprungveranstaltungen, Interviews oder regionalen Programmen in Erscheinung. Immer wieder tauchen Berichte oder Erwähnungen auf, dass er in der Region Tirol – etwa im Raum Aschau – präsent ist oder dort Bezugspunkte hat. Öffentliche, offizielle Angaben darüber sind jedoch rar.
Was man sicher weiß:
Höllwarth genießt heute ein ruhiges Familienleben, ist sportlich aktiv – etwa beim Golf oder Tennis – und gehört zu den prominenten Persönlichkeiten, die zwar eine glanzvolle Karriere hatten, aber nach dem Profisport keinen Drang verspüren, im ständigen medialen Scheinwerferlicht zu stehen.
Martin Höllwarths Vermächtnis
Mit acht Weltcupsiegen, vier olympischen Medaillen und einer Vielzahl internationaler Erfolge zählt Höllwarth zu den Großen seiner Sportart. Sein Vermächtnis besteht nicht nur in den Zahlen seiner sportlichen Laufbahn, sondern auch in seiner Stärke, sich nach schweren Schicksalsschlägen auf höchstem Niveau zurückzukämpfen.
In Österreich gilt er als einer jener Athleten, der das moderne Skispringen mitgestaltet hat – sowohl technisch als auch atmosphärisch im Teamgefüge. Für viele junge Springer bleibt er ein Vorbild: talentiert, kämpferisch, diszipliniert und zugleich bodenständig.
Schlusswort
Martin Höllwarth ist eine Persönlichkeit, die den österreichischen Wintersport nachhaltig geprägt hat. Seine beeindruckenden sportlichen Erfolge, sein Umgang mit persönlichen Tragödien und sein bescheidener Lebensstil nach der aktiven Karriere machen ihn zu einer außergewöhnlichen Figur des Skispringens. Während viele Fans sich fragen, was er heute macht oder wo er lebt, bleibt Höllwarth bewusst privat – und vielleicht ist genau das ein Teil seiner Besonderheit.
Dieser Artikel erscheint auf dem österreichischen Blog „Nachrichten Themen“.



