Elfriede Blauensteiner: Die wahre Geschichte der schwarzen Witwe Österreichs
Elfriede Blauensteiner zählt zu den bekanntesten und erschütterndsten Kriminalfällen der österreichischen Geschichte. Über Jahre hinweg vergiftete sie ältere Menschen, erschlich sich deren Vertrauen und brachte ihre Opfer dazu, ihr Geld, Sparbücher oder sogar Häuser zu überschreiben. Danach starben viele dieser Menschen unter mysteriösen Umständen. In den Medien erhielt sie den Beinamen „Die schwarze Witwe“ – ein Name, der bis heute mit Angst, Gier und skrupellosen Verbrechen verbunden wird.
Noch Jahrzehnte nach ihrem Tod suchen viele Menschen nach Fragen wie „Wer ist Elfriede Blauensteiner?“, „Wer waren ihre Opfer?“, „Hatte sie eine Tochter?“ oder „Woran ist Elfriede Blauensteiner gestorben?“. Der Fall bewegt Österreich bis heute, weil hinter der freundlichen, hilfsbereiten Fassade einer älteren Frau eine der berüchtigtsten Serienmörderinnen des Landes stand.
Kurzbiografie von Elfriede Blauensteiner
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Elfriede Martha Blauensteiner |
| Geboren | 22. Jänner 1931 in Wien |
| Gestorben | 16. November 2003 |
| Todesursache | Gehirntumor |
| Bekannt als | „Die schwarze Witwe“ |
| Beruf | Hausfrau, Pflegehelferin |
| Nationalität | Österreichisch |
| Verurteilung | Lebenslange Haft wegen mehrfachen Mordes |
| Bekannteste Opfer | Alois Pichler, Franziska Köberl, Friedrich Döcker |
| Haftort | Justizanstalt Schwarzau |
| Grab | Feuerhalle Simmering, Wien (später aufgelassen) |
Wer ist Elfriede Blauensteiner?
Elfriede Blauensteiner war eine österreichische Serienmörderin, die zwischen den 1980er- und 1990er-Jahren mehrere Menschen tötete. Sie ging äußerst berechnend vor: Meist suchte sie ältere, alleinstehende oder kranke Männer und Frauen, kümmerte sich scheinbar liebevoll um sie und gewann dadurch ihr Vertrauen. Sobald die Opfer ihr ihr Vermögen oder Besitz überschrieben hatten, vergiftete sie diese mit Medikamenten.
Der Fall sorgte damals in ganz Österreich für Schlagzeilen. Die Boulevardmedien nannten sie „schwarze Witwe“, weil sie wiederholt Menschen aus ihrem Umfeld sterben ließ und daraus finanziellen Nutzen zog. Ihre Taten erinnerten an klassische Giftmörderinnen, doch die Vielzahl der Verdachtsfälle machte sie zu einer Ausnahmeerscheinung in der österreichischen Kriminalgeschichte.
Elfriede Blauensteiner geboren – Kindheit und junge Jahre
Elfriede Martha Blauensteiner wurde am 22. Jänner 1931 in Wien geboren. Über ihre Kindheit und Jugend gibt es nur wenige gesicherte Informationen. Bekannt ist, dass sie aus einfachen Verhältnissen stammte und später mehrere Jahre in Niederösterreich und Wien lebte.
Viele Menschen suchen nach „Elfriede Blauensteiner jung“, doch Fotos oder genaue Berichte aus ihrer Jugend sind selten. Zeitzeugen beschrieben sie als unauffällige, eher unscheinbare Frau. Niemand hätte damals vermutet, dass sie Jahrzehnte später als eine der berüchtigtsten Mörderinnen Österreichs in die Geschichte eingehen würde.
In jungen Jahren heiratete sie und führte zunächst ein normales Leben. Nach außen wirkte sie freundlich, hilfsbereit und fürsorglich. Gerade diese Eigenschaften halfen ihr später dabei, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.
Ehepartner – Wer war der Mann von Elfriede Blauensteiner?
Immer wieder wird nach „Elfriede Blauensteiner Ehepartner“ gesucht. Tatsächlich war sie mehrfach verheiratet. Besonders bekannt wurde ihr zweiter Ehemann Rudolf Blauensteiner, dessen Nachnamen sie trug.
Rudolf Blauensteiner starb im Jahr 1992 unter rätselhaften Umständen. Später geriet auch sein Tod in den Fokus der Ermittler. Elfriede Blauensteiner soll gestanden haben, ihren Ehemann vergiftet zu haben. Dieses Geständnis widerrief sie jedoch später wieder.
Da Rudolf Blauensteiner bereits eingeäschert worden war, konnten keine Beweise mehr gesichert werden. Deshalb wurde sie für seinen Tod nie offiziell verurteilt. Dennoch gehen viele Ermittler und Experten davon aus, dass auch ihr eigener Ehemann zu ihren Opfern gehörte.
Hatte Elfriede Blauensteiner eine Tochter?
Die Suchanfrage „Elfriede Blauensteiner Tochter“ taucht häufig auf. Öffentliche Quellen und Gerichtsunterlagen enthalten jedoch kaum Informationen über Kinder oder eine Tochter. Es gibt keine gesicherten Hinweise darauf, dass sie eine Tochter hatte oder dass Angehörige später öffentlich über sie gesprochen haben.
Vermutlich wollte die Familie jede Verbindung zu dem spektakulären Kriminalfall vermeiden. Deshalb existieren bis heute nur wenige private Informationen über ihr familiäres Umfeld.
Die Opfer von Elfriede Blauensteiner
Die bekannteste Frage rund um den Fall lautet: „Wer waren die Opfer von Elfriede Blauensteiner?“
Die Ermittler konnten mehrere Todesfälle mit ihr in Verbindung bringen. Offiziell wurde sie wegen dreier Morde verurteilt. Viele Kriminalbeamte gehen jedoch davon aus, dass sie insgesamt bis zu zehn Menschen getötet haben könnte.
Zu den bekanntesten Opfern zählen:
- Alois Pichler
- Franziska Köberl
- Friedrich Döcker
- Rudolf Blauensteiner
- Otto Reindl
- Erwin Niedermayer
Viele dieser Menschen waren älter, krank oder lebten allein. Elfriede Blauensteiner kümmerte sich zunächst um sie, half im Haushalt oder übernahm die Pflege. Nach einiger Zeit brachte sie ihre Opfer dazu, ihr Vollmachten, Geld oder Immobilien zu überschreiben.
Erst später bemerkten Angehörige und Nachbarn, dass auffällig viele Menschen aus ihrem Umfeld plötzlich starben.
Friedrich Döcker – Der wohl bekannteste Fall
Besonders bekannt wurde der Fall Friedrich Döcker. Deshalb suchen viele Menschen gezielt nach „Elfriede Blauensteiner Friedrich Döcker“.
Friedrich Döcker lernte Elfriede Blauensteiner über eine Kontaktanzeige kennen. Er war älter, alleinstehend und verfügte über Vermögen. Blauensteiner zog zu ihm, kümmerte sich um ihn und gewann sein Vertrauen. Kurz darauf überschrieb er ihr Besitz und Vermögen.
Danach verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich. Er litt unter Schwindel, Schwäche und schweren Kreislaufproblemen. Später fanden Ermittler heraus, dass Blauensteiner ihm heimlich Medikamente verabreicht hatte.
Der Fall Friedrich Döcker war besonders wichtig, weil die Polizei hier erstmals eindeutige Beweise sichern konnte. Seine Exhumierung und die toxikologischen Untersuchungen führten schließlich dazu, dass Blauensteiner erneut vor Gericht gestellt wurde.
Wie tötete die „schwarze Witwe“ ihre Opfer?
Elfriede Blauensteiner vergiftete ihre Opfer meist langsam und gezielt. Sie verwendete Medikamente wie Euglucon, ein stark blutzuckersenkendes Mittel, und Anafranil, ein Antidepressivum.
Diese Medikamente verursachten bei gesunden Menschen schwere Unterzuckerungen, Bewusstlosigkeit, Kreislaufversagen und schließlich den Tod. Weil viele ihrer Opfer bereits älter oder krank waren, wirkten die Symptome zunächst wie natürliche gesundheitliche Probleme.
Besonders perfide war ihre Methode, weil sie sich gleichzeitig als fürsorgliche Helferin präsentierte. Sie rief den Arzt oder die Rettung oft erst dann, wenn es bereits zu spät war. So erschien sie nach außen wie eine besorgte Angehörige.
Später stellte sich heraus, dass sie manche Opfer zusätzlich mit kalten Wickeln oder eiskalten Handtüchern behandelte, wodurch sich ihr Zustand noch stärker verschlechterte.
Prozess und Urteil gegen Elfriede Blauensteiner
Im Jahr 1996 wurde Elfriede Blauensteiner schließlich verhaftet. Der Prozess entwickelte sich rasch zu einem der größten Kriminalfälle Österreichs.
1997 wurde sie wegen des Mordes an Alois Pichler zu lebenslanger Haft verurteilt. Vier Jahre später folgte ein weiterer Prozess. Im Jahr 2001 wurde sie auch für die Morde an Franziska Köberl und Friedrich Döcker schuldig gesprochen.
Während der Gerichtsverhandlungen zeigte sie kaum Reue. Immer wieder bestritt sie die Vorwürfe oder verwickelte sich in Widersprüche. Besonders berühmt wurde ein Auftritt im Gerichtssaal, als sie ein großes Kreuz trug und erklärte:
„Ich wasche meine Hände in Unschuld.“
Dieser Satz sorgte damals für großes Aufsehen und wurde in ganz Österreich bekannt.
Elfriede Blauensteiner verstorben – Woran starb die „schwarze Witwe“?
Viele Menschen suchen nach „Elfriede Blauensteiner verstorben“ oder „Elfriede Blauensteiner Todesursache“.
Elfriede Blauensteiner starb am 16. November 2003 in der Justizanstalt Schwarzau in Niederösterreich. Zu diesem Zeitpunkt war sie 72 Jahre alt.
Die offizielle Todesursache war ein Gehirntumor. Damit endete einer der spektakulärsten Kriminalfälle Österreichs. Obwohl sie zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, verbrachte sie insgesamt weniger als sieben Jahre im Gefängnis.
Bis zu ihrem Tod bestritt sie einen Großteil der Vorwürfe. Viele Angehörige der Opfer empfanden dies als zusätzliche Belastung.
Das Grab von Elfriede Blauensteiner
Auch Jahre nach ihrem Tod suchen Menschen nach „Elfriede Blauensteiner Grab“. Nach ihrer Einäscherung wurde sie in der Feuerhalle Simmering in Wien beigesetzt.
Ihr Grab befand sich auf dem Friedhof der Feuerhalle Simmering in der Gruppe E11, Nummer 18. Das Grab wurde jedoch später aufgelassen. Seit 2016 existiert die Grabstätte nicht mehr.
Dass ihr Grab aufgelassen wurde, zeigt auch, wie sehr ihr Name bis heute mit ihren Verbrechen verbunden bleibt.
Buch über Elfriede Blauensteiner
Wer mehr über den Fall erfahren möchte, findet mehrere Bücher und Dokumentationen. Besonders bekannt ist das Buch:
- „Ausreden. Elfriede Blauensteiner. Ein Bekenntnis“
Darin wird versucht, die Persönlichkeit und die Motive der Täterin zu beleuchten. Darüber hinaus erschienen zahlreiche Reportagen, Fernsehbeiträge und Dokumentationen über die „schwarze Witwe“.
Auch der österreichische Film „Die Gottesanbeterin“ orientiert sich teilweise an ihrem Leben und ihren Verbrechen.
Warum der Fall Elfriede Blauensteiner bis heute fasziniert
Der Fall Elfriede Blauensteiner beschäftigt die Öffentlichkeit bis heute, weil er zeigt, wie gefährlich Vertrauen missbraucht werden kann. Nach außen wirkte sie wie eine hilfsbereite, freundliche Frau, die sich um ältere Menschen kümmerte. In Wahrheit verfolgte sie jedoch einen perfiden Plan.
Vor allem die Tatsache, dass viele ihrer Opfer ihr freiwillig Geld, Besitz und Vollmachten überließen, macht den Fall besonders tragisch. Viele Menschen konnten sich damals kaum vorstellen, dass eine ältere Frau derart skrupellos handeln würde.
Auch deshalb gilt Elfriede Blauensteiner noch heute als die bekannteste Serienmörderin Österreichs.
Auf „Nachrichten Themen“ sorgt dieser Fall weiterhin für großes Interesse, weil viele Leser nach den Hintergründen, den Opfern und der wahren Geschichte der „schwarzen Witwe“ suchen. Der Name Elfriede Blauensteiner steht bis heute für einen der dunkelsten und spektakulärsten Kriminalfälle des Landes.
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