Marita Kramer: Vermächtnis einer außergewöhnlichen Skispringerin
Wenn man im modernen Damen-Skispringen über die größten Talente, die markantesten Persönlichkeiten und die stärksten Wettkämpferinnen spricht, kommt man an einem Namen ganz sicher nicht vorbei: Marita Kramer, offiziell Sara Marita Kramer. Die österreichische Athletin, die ihre Wurzeln in den Niederlanden hat, zählt zu den wichtigsten Figuren im Skisprung-Weltcup der letzten Jahre. Ihre Karriere war geprägt von unglaublichem Talent, mentaler Stärke, technischen Höchstleistungen und einem bemerkenswerten Weg vom Ausnahmetalent zur Weltcup-Gesamtsiegerin.
Wer ist Marita Kramer? – Herkunft, Kindheit und Aufstieg
Geboren wurde Sara Marita Kramer am 25. Oktober 2001 in Apeldoorn in den Niederlanden. Ihre Familie übersiedelte jedoch früh nach Österreich, genauer nach Maria Alm im Salzburger Land. Die Umgebung, die sportliche Kultur Österreichs und ihre ganz eigene Leidenschaft für die Berge beeinflussten ihre Entwicklung massiv.
Schon früh wählte Kramer nicht den klassischen Volkssport wie Fußball oder Leichtathletik – sie Entdeckte die Skisprungschanze. Dieser Sport, der Mut, Präzision, Körperbeherrschung und mentale Härte vereint, wurde rasch zu ihrem Lebensmittelpunkt.
Ihr Talent blieb nicht lange verborgen. Sie trat dem Verein SK Saalfelden bei, wo sie früh von qualifizierten Trainern betreut wurde. Mit nur 15 Jahren startete sie in internationalen Nachwuchsbewerben und sorgte für Aufsehen, als sie bei Juniorenweltmeisterschaften in Serie Medaillen holte.
Der Weg in den Weltcup – Skispringen auf höchstem Niveau
Ihr Weltcup-Debüt feierte Marita Kramer 2017 – und schon damals ließ sich ablesen, welche außergewöhnliche Skispringerin sie werden würde.
Ihr Sprungstil war klar, technisch sauber, kraftvoll am Absprung und gleichzeitig federleicht in der Flugphase. Sie verband Kraft und Eleganz auf eine Weise, wie man es im Damen-Skispringen nur selten sieht.
Durschlagende Erfolge: Weltcupsiege und Medaillen
Zwischen 2020 und 2022 gelang ihr der endgültige Durchbruch.
Besonders beeindruckend war ihre Saison 2021/22, die sie als Gesamtweltcupsiegerin krönte. Die Konstanz, mit der sie in dieser Zeit sprang, war nahezu beispiellos. Sie gewann zahlreiche Einzelbewerbe, stand fast jedes Wochenende auf dem Podium und dominierte die Konkurrenz mit einer Mischung aus Leichtigkeit und absoluter Kontrolle.
Auch im Team glänzte sie regelmäßig.
Marita Kramer Teammitglieder – Erfolge im österreichischen Nationalkader
Im österreichischen Nationalteam sprang Kramer mit namhaften Athletinnen wie:
- Chiara Kreuzer
- Daniela Iraschko-Stolz
- Eva Pinkelnig
- Lisa Eder
- Sophie Sorschag
Diese Gemeinschaft bildete über Jahre hinweg eine der erfolgreichsten Damenmannschaften im internationalen Skispringen. Gemeinsam holten sie Medaillen bei Weltmeisterschaften und schafften es, Österreich im internationalen Damen-Skispringen unter den Top-Nationen zu etablieren.
Besonders 2021 sorgte Kramer im Team für Furore, als sie in Oberstdorf gemeinsam Gold und Bronze in Mannschaftsbewerben sicherte.
Der Stil von Marita Kramer – Warum sie so besonders war
Wer jemals einen ihrer Sprünge live gesehen hat, erinnert sich sofort an ihre nahezu perfekte Technik. Kramer besaß:
- Einen explosiven, aber kontrollierten Absprung
- Eine extrem stabile V-Position
- Eine unglaubliche Ruhe im Flug
- Eine saubere Telemark-Landung
Diese Kombination machte sie häufig unschlagbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Springerinnen war sie nie eine reine „Wind-Nutznießerin“, sondern überzeugte durch ihre technisch herausragenden Fähigkeiten selbst bei schwierigen Bedingungen.
Sie war auch mental stark. Interviews mit ihr zeigten oft eine Mischung aus sympathischer Bescheidenheit und professioneller Klarheit. Genau diese Eigenschaften machten sie bei Fans und Medien gleichermaßen beliebt.
Beliebtheit in den Medien & Online – Marita Kramer auf Instagram
Ein wichtiger Teil ihrer öffentlichen Präsenz war ihr Instagram-Kanal @saramarita_kramer. Dort gewährte sie regelmäßig Einblicke in:
- Trainingsalltag
- Behind-the-Scenes-Momente bei Wettkämpfen
- Persönliche Gedanken
- Natur- & Bergmomente
- Teamfotos und Reisen
Ihr Content war stets authentisch – nie übertrieben inszeniert, sondern sympathisch, positiv und voller Energie.
Durch ihre Offenheit entstand eine starke Verbindung zwischen ihr und ihren Fans. Insbesondere junge Athletinnen sahen in ihr ein Vorbild, das zeigt, wie weit man mit harter Arbeit, echter Leidenschaft und guter Unterstützung kommen kann.
Herausforderungen, Rückschläge und mentale Stärke
Auch wenn ihre Karriere mit Erfolgen gefüllt war, war sie keineswegs frei von Herausforderungen.
Einige Verletzungen, gesundheitliche Rückschläge und vor allem die dramatische Nicht-Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 aufgrund eines unklaren Corona-Tests machten ihr emotional schwer zu schaffen.
Kramer zeigte immer wieder, wie sehr sie trotz solcher Enttäuschungen kämpfte, zurückkam und ihre Leistungsgrenzen neu auslotete.
Genau dieser Umgang mit Rückschlägen trug zu ihrer Identität als Ausnahmesportlerin bei.
Der Rücktritt – Ein entschlossener Schritt und ein neues Kapitel
Im August 2025 gab Sara Marita Kramer überraschend ihren Rücktritt vom professionellen Skispringen bekannt.
Ihre Worte zeigten Klarheit, Selbstreflexion und eine erstaunliche emotionale Reife:
Sie sagte, dass sie den Sport geliebt habe – aber die ständige Jagd nach Erfolgen erfülle sie nicht mehr so wie früher.
Damit beendete eine der prägendsten Athletinnen des modernen Damenskispringens ihre Karriere.
Ihr Entschluss stieß auf großes Verständnis. Viele Fans und Sportexpert*innen würdigten ihren Mut, den Schritt zu gehen, als sie selbst spürte, dass es Zeit war.
Auch ohne weitere aktive Wettkämpfe bleibt sie eine prägende Figur des Skispringens: als Vorbild, als Inspiration und als Sportlerin, die das Damen-Skispringen sichtbar auf ein neues Level gehoben hat.
Ihr Vermächtnis – Was bleibt von Marita Kramer?
Wenn man heute auf ihre Laufbahn zurückblickt, erkennt man vor allem drei Dinge:
- Sie hat das Niveau im Damen-Skispringen angehoben.
- Sie war ein globales Talent, das Österreichs Erfolgsgeschichte geprägt hat.
- Sie hat gezeigt, dass Sportler*innen nicht nur Siege, sondern auch Menschlichkeit, Authentizität und Mut verkörpern dürfen.
Ob und wann sie in einer neuen Rolle – etwa als Trainerin, Botschafterin oder Expertin – in die Welt des Wintersports zurückkehrt, bleibt offen. Doch sicher ist:
Marita Kramers Name wird im Skispringen noch lange nachhallen.
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Dieser Artikel erscheint im Rahmen des österreichischen Wintersport-Schwerpunkts auf „Nachrichten Themen“, wo wir regelmäßig die spannendsten Athlet*innen, Hintergründe und Entwicklungen aus der Welt des Sports beleuchten.
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