Richard Grasl: Karriere, ORF, Medien und seine neue Rolle im österreichischen Tennis
Richard Grasl gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Persönlichkeiten der österreichischen Medienlandschaft. Vom Journalisten im ORF-Landesstudio Niederösterreich entwickelte er sich zum kaufmännischen Direktor des ORF und später zu einer wichtigen Führungspersönlichkeit bei KURIER, profil und Mediaprint. 2026 kam eine weitere bedeutende Aufgabe hinzu: Grasl wurde einstimmig zum Präsidenten des Österreichischen Tennisverbands gewählt.
| Kurzbiografie | Information |
|---|---|
| Name | Richard Grasl |
| Geboren | 21. Jänner 1973, St. Pölten |
| Aufgewachsen | Krems an der Donau |
| Beruf | Journalist und Medienmanager |
| Bekannt durch | ORF, KURIER, profil, Mediaprint |
| ORF | Ehemaliger kaufmännischer Direktor |
| KURIER | Geschäftsführer |
| Mediaprint | Geschäftsführer |
| ÖTV | Präsident seit 19. April 2026 |
| Familienstand | Verheiratet, zwei Kinder laut öffentlich zugänglichen Biografien |
Wer ist Richard Grasl?
Die Frage „who is Richard Grasl“ lässt sich vor allem mit einem Blick auf seine ungewöhnliche Karriere beantworten. Grasl verbindet journalistische Erfahrung mit wirtschaftlichem Management und zählt damit zu jener Gruppe österreichischer Medienmanager, die sowohl redaktionelle als auch unternehmerische Strukturen kennen.
Geboren wurde er am 21. Jänner 1973 in St. Pölten. Aufgewachsen ist er in Krems an der Donau, wo seine Eltern ein Gasthaus betrieben. Schon als Jugendlicher interessierte er sich für Journalismus und verfasste erste Beiträge. Später studierte er Handelswissenschaften in Wien und verband sein wirtschaftliches Studium mit seiner Tätigkeit im Journalismus.
Sein beruflicher Weg führte ihn früh zum ORF. Dort sammelte er Erfahrungen als Redakteur und Moderator, bevor er zunehmend Führungsverantwortung übernahm.
Richard Grasl und seine Karriere beim ORF
Der ORF war für seine Karriere eine entscheidende Station. Bereits 1992 kam Grasl mit dem Landesstudio Niederösterreich in Kontakt. Später arbeitete er in der ORF-Zentrale und war unter anderem im Umfeld der Nachrichtensendungen „Zeit im Bild“ tätig.
2002 übernahm er die Funktion des Chefredakteurs des ORF-Landesstudios Niederösterreich. Damit war er für die journalistische Ausrichtung der Nachrichtensendungen des Landesstudios verantwortlich.
Noch bedeutender wurde seine Karriere ab 2009. Damals wurde er zum kaufmännischen Direktor des ORF gewählt. Bei der Wahl erhielt er 33 von 35 Stimmen. Damit gehörte er mehrere Jahre zur Führungsspitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Die ORF-Generaldirektorwahl 2016
Ein Höhepunkt seiner ORF-Zeit war die Generaldirektorwahl im Jahr 2016. Richard Grasl trat gegen den damaligen Amtsinhaber Alexander Wrabetz an. Bei der Abstimmung erhielt Grasl 15 von 35 Stimmen, während Wrabetz erneut zum ORF-Generaldirektor gewählt wurde.
Nach der verlorenen Wahl verließ Grasl den ORF Ende Oktober 2016. Danach arbeitete er zunächst als Berater und war unter anderem im Medienbereich tätig.
Die ORF-Zeit blieb dennoch ein wichtiger Teil seiner beruflichen Identität. Auch Jahre später wurde seine frühere Rolle immer wieder im Zusammenhang mit österreichischer Medienpolitik und den großen Medienunternehmen des Landes diskutiert.
Der Wechsel zum KURIER und zu profil
Nach seinem Ausscheiden aus dem ORF begann für Grasl eine neue Phase. Im November 2018 wurde er Mitglied der Chefredaktion des KURIER und übernahm insbesondere Verantwortung für den digitalen Bereich. 2021 folgte die Ernennung zum stellvertretenden Chefredakteur.
Anfang 2023 übernahm er zusätzlich die Geschäftsführung von profil. Diese Personalentscheidung sorgte in der österreichischen Medienbranche für Diskussionen, weil profil traditionell für investigativen Journalismus und politische Berichterstattung steht. Das Nachrichtenmagazin betonte damals die journalistische Unabhängigkeit seiner Redaktion.
Seit 2024 ist Grasl Geschäftsführer des KURIER und der Mediaprint. Auch das Firmenbuch führt ihn seit 1. Juli 2024 als Geschäftsführer der Mediaprint.
Damit hat er heute eine starke Position innerhalb eines der bedeutenden österreichischen Medienkonzerne.
Richard Grasl und seine neue Rolle beim ÖTV
Eine wichtige aktuelle Entwicklung betrifft nicht die Medien, sondern den Sport. Am 19. April 2026 wurde Richard Grasl bei der Generalversammlung des Österreichischen Tennisverbands einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgte auf Martin Ohneberg, der zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Das Mandat ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Laut offizieller ÖTV-Angabe ist Grasl unter anderem für Strategie, Personal und Spitzensport zuständig.
In seiner neuen Funktion möchte er nach eigenen Angaben vor allem die Rahmenbedingungen für Spielerinnen und Spieler verbessern. Dazu gehören Ausbildungszentren, Infrastruktur, Trainer sowie eine stärkere Finanzierung und Unterstützung des Verbandes.
Damit erweitert sich sein öffentliches Tätigkeitsfeld erneut. Neben Medienmanagement und Journalismus übernimmt er nun auch Verantwortung für einen der großen Sportverbände Österreichs.
Richard Grasl und der Wörthersee-Bootsunfall
Ein wesentlich schwierigeres Kapitel seiner Biografie ist der Bootsunfall am Wörthersee im Jahr 2017. Richard Grasl war in einen tragischen Unfall verwickelt, bei dem sein Freund Manfred Schroll ums Leben kam. In weiterer Folge wurde Grasl strafrechtlich verurteilt.
Der Vorfall wurde in Österreich lange nur zurückhaltend mit seinem Namen in Verbindung gebracht. 2023 äußerte sich Grasl erstmals ausführlicher öffentlich zu dem Ereignis. Er sagte, dass ihn die Situation bis heute begleite und dass er den Vorfall sehr bereue.
Bei der Darstellung dieses Themas ist eine sachliche Sprache besonders wichtig. Der Unfall gehört zwar zu seiner Biografie, sollte aber nicht sensationell dargestellt werden. Entscheidend ist, zwischen gerichtlich festgestellten Tatsachen, späteren Aussagen und Medienberichten zu unterscheiden.
Richard Grasl Ehefrau und Kinder
Auch das Privatleben von Richard Grasl interessiert die Öffentlichkeit, allerdings hält er diesen Bereich weitgehend aus den Medien heraus. Öffentlich zugängliche biografische Quellen geben an, dass er verheiratet ist und zwei Kinder hat. Ein älterer Bericht aus dem Jahr 2016 nannte seine Ehefrau Kerstin und erwähnte ebenfalls zwei Kinder.
Konkrete aktuelle Informationen über seine Familie stehen dagegen nicht im Mittelpunkt seiner öffentlichen Tätigkeit. Auch zur Suchfrage „Richard Grasl Scheidung“ finden sich keine belastbaren aktuellen Belege, die eine Scheidung bestätigen. Deshalb sollte eine seriöse Biografie keine entsprechende Behauptung aufstellen.
Was macht Richard Grasl heute?
Heute steht Grasl auf mehreren wichtigen Positionen gleichzeitig. Als Geschäftsführer von KURIER und Mediaprint ist er in der österreichischen Medienwirtschaft tätig. Gleichzeitig ist er Präsident des ÖTV und damit auch im Sportmanagement aktiv.
Seine Karriere zeigt einen bemerkenswerten Wechsel zwischen Journalismus, Medienmanagement, Wirtschaft und Verbandsarbeit. Vom jungen ORF-Redakteur aus Niederösterreich führte sein Weg über die Führungsebene des ORF bis in die Geschäftsführung bedeutender österreichischer Medienunternehmen.
Gerade diese Kombination macht seine Laufbahn besonders interessant. Richard Grasl ist nicht ausschließlich Journalist und auch nicht nur Manager. Seine berufliche Geschichte verbindet beide Bereiche und reicht inzwischen weit über die klassische Medienbranche hinaus.
Für NACHRICHTEN THEMEN bleibt Richard Grasl damit eine interessante österreichische Persönlichkeit, deren Karriere wichtige Entwicklungen der heimischen Medienlandschaft widerspiegelt und seit 2026 durch seine neue Aufgabe an der Spitze des Österreichischen Tennisverbands um eine weitere Facette ergänzt wurde.



