Österreichische Politik

Marko Miloradovic – Welche Rolle spielt er in Wiens Arbeitsmarktpolitik?

Der Name Marko Miloradovic taucht in den letzten Jahren immer häufiger in Zusammenhang mit Arbeitsmarktpolitik, Stadtverwaltung und strategischer Wirtschaftssteuerung in Wien auf. Spätestens seit seiner Bestellung zum Geschäftsführer des Wiener Arbeitnehmer*innen-Förderungsfonds (waff) steht Miloradovic im öffentlichen Interesse. Doch wer ist dieser Mann, der im Hintergrund eine Schlüsselrolle für Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung in Wien spielt? Welche Politische Nähe wird ihm nachgesagt, und was bedeutet seine Funktion für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der österreichischen Hauptstadt?

Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über Marko Miloradovic, seinen beruflichen Werdegang, seine Rolle beim waff sowie die immer wieder diskutierte Frage nach seiner Nähe zur SPÖ.

Wer ist Marko Miloradovic? – Ein Porträt

Marko Miloradovic ist ein österreichischer Jurist, Verwaltungsmanager und Arbeitsmarktexperte. Er wurde in Österreich ausgebildet und hat sich über Jahre hinweg in verschiedenen Funktionen innerhalb der öffentlichen Verwaltung etabliert. Sein beruflicher Fokus liegt klar auf Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, insbesondere im urbanen Kontext Wiens.

Bekannt ist Miloradovic weniger durch medienwirksame Auftritte, sondern vielmehr durch seine Arbeit in strategischen Positionen. Diese Mischung aus Fachkompetenz, Verwaltungserfahrung und politischem Verständnis machte ihn zu einem geeigneten Kandidaten für eine der zentralen Institutionen der Wiener Arbeitsmarktpolitik: den waff.

Marko Miloradovic Ausbildung und juristische Laufbahn

Marko Miloradovic absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Nach dem Studium folgte das klassische Gerichtsjahr, das angehenden Juristen in Österreich einen umfassenden Einblick in die Praxis des Rechtssystems ermöglicht.

Im Anschluss arbeitete Miloradovic als juristischer Mitarbeiter am Verwaltungsgericht Wien. Dort sammelte er wertvolle Erfahrung im öffentlichen Recht und in verwaltungsrechtlichen Verfahren – ein Fundament, das für seine spätere Karriere in der Stadtverwaltung von großer Bedeutung war.

Karriere in Ministerien und Stadt Wien

Nach seiner Tätigkeit im Verwaltungsgericht wechselte Marko Miloradovic in die Bundesverwaltung. Er war Referent im Kabinett des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, wo er mit politischen Entscheidungsprozessen, Gesetzesvorhaben und strategischer Koordination vertraut wurde.

Ab 2018 begann seine Laufbahn bei der Stadt Wien, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Bereichsleiter für strategische Angelegenheiten in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft und Arbeitsmarkt. In dieser Position war Miloradovic maßgeblich an der Entwicklung langfristiger Konzepte beteiligt, die Wien als Wirtschafts- und Arbeitsstandort stärken sollten.

Marko Miloradovic und der waff

Was ist der waff?

Der Wiener Arbeitnehmer*innen-Förderungsfonds (waff) ist eine zentrale Institution der Stadt Wien. Er unterstützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch:

  • Aus- und Weiterbildungsförderungen
  • Umschulungen und Qualifizierungsprogramme
  • Programme für berufliche Neuorientierung
  • Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit

Der waff spielt damit eine Schlüsselrolle in der sozialen und wirtschaftlichen Stabilität Wiens.

Geschäftsführer des waff

Im November 2024 wurde Marko Miloradovic einstimmig vom Vorstand des waff zum Geschäftsführer bestellt. Sein offizieller Amtsantritt erfolgte im April 2025. Als Geschäftsführer ist er verantwortlich für:

  • die strategische Ausrichtung des Fonds
  • die operative Führung
  • die Zusammenarbeit mit Stadt Wien, Sozialpartnern und Bildungseinrichtungen
  • die Vertretung des waff nach außen

Unter seiner Führung soll der waff verstärkt auf Digitalisierung, Fachkräftesicherung und lebenslanges Lernen setzen.

Marko Miloradovic und die SPÖ – politische Nähe?

Die Suchanfrage „Marko Miloradovic SPÖ“ wird häufig gestellt. Das liegt vor allem daran, dass der waff eine Einrichtung der Stadt Wien ist – und Wien seit Jahrzehnten politisch stark von der SPÖ geprägt wird.

Wichtig ist jedoch eine sachliche Einordnung:
👉 Der waff ist parteiübergreifend organisiert, im Kuratorium sind unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen vertreten.
👉 Es gibt keine öffentlich bestätigte Parteifunktion oder politische Mandatsrolle von Marko Miloradovic.

Gleichzeitig ist es in Österreich üblich, dass Spitzenpositionen in stadtnahen Institutionen Personen mit Verwaltungserfahrung und politischem Verständnis übertragen werden. Miloradovics Nähe zur Wiener Stadtverwaltung wird daher eher als fachlich-institutionell denn als parteipolitisch verstanden.

Arbeitsmarktpolitik im Fokus

Marko Miloradovic gilt als Vertreter einer modernen Arbeitsmarktpolitik, die folgende Schwerpunkte setzt:

  • Anpassung von Qualifikationen an den Arbeitsmarkt
  • Förderung von Weiterbildung auch für ältere Arbeitnehmer
  • Unterstützung von Frauen und Migrant:innen
  • Vorbereitung auf Strukturwandel und Digitalisierung

Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, wirtschaftlicher Transformation und technologischen Umbrüchen gewinnt diese Ausrichtung zunehmend an Bedeutung.

Öffentliche Wahrnehmung und Medienpräsenz

Im Vergleich zu vielen politischen Akteuren tritt Marko Miloradovic relativ zurückhaltend auf. Er nutzt soziale Medien zwar, jedoch nicht als Plattform für parteipolitische Botschaften, sondern zur beruflichen Kommunikation.

Medial wird er meist im Zusammenhang mit:

  • arbeitsmarktpolitischen Reformen
  • Förderprogrammen des waff
  • strategischen Entscheidungen der Stadt Wien

erwähnt.

Warum ist Marko Miloradovic relevant?

Die Bedeutung von Marko Miloradovic ergibt sich weniger aus persönlicher Prominenz, sondern aus der institutionellen Macht seiner Position. Entscheidungen des waff betreffen zehntausende Menschen in Wien – von jungen Berufseinsteigern bis hin zu Arbeitnehmern in der beruflichen Neuorientierung.

Als Geschäftsführer hat Miloradovic erheblichen Einfluss darauf, wie Fördermittel eingesetzt werden, welche Zielgruppen priorisiert werden und wie sich Wien im Wettbewerb um Fachkräfte positioniert.

Einordnung und Ausblick

Marko Miloradovic steht exemplarisch für eine Generation von Verwaltungsmanagern, die juristisches Know-how, politische Erfahrung und strategisches Denken verbinden. Seine Rolle beim waff macht ihn zu einer zentralen Figur der Wiener Arbeitsmarktpolitik – auch wenn er selbst selten im Rampenlicht steht.

Wie erfolgreich seine Arbeit langfristig sein wird, hängt davon ab, wie gut es gelingt, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik an die raschen Veränderungen der Wirtschaft anzupassen.

Schlusswort

Die Frage „Wer ist Marko Miloradovic?“ lässt sich nicht mit einem einfachen Titel beantworten. Er ist Jurist, Manager, Arbeitsmarktexperte und Geschäftsführer einer der wichtigsten Förderinstitutionen Wiens. Seine Tätigkeit beeinflusst direkt die beruflichen Chancen vieler Menschen in der Stadt.

Für Leserinnen und Leser, die sich für Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen in Österreich interessieren, bleibt Marko Miloradovic eine Person, die man im Auge behalten sollte – insbesondere im Kontext der Wiener Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik.

Solche Hintergrundanalysen und fundierten Porträts finden Sie regelmäßig auf unserem österreichischen Blog Nachrichten Themen, der aktuelle Persönlichkeiten und relevante Entwicklungen verständlich einordnet.

Sie können auch lesen: Roland Weißmann: Der ORF-Generaldirektor zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeit

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